Archiv der Kategorie 'Diskommunismus'

Kampfmitteloptimierung

„The world that birthed that story is long gone, all its people are dead, but it continues to touch the present and future because someone cared enough about that world to keep it. To put it in words. To remember it.“ (R)

Man kann sich immer über Amateure freuen, die den Kleinscheiß der Revolutionserarbeitung auf sich nehmen, so sehr derartig bewegte lebens- und genußfremde Linksabweichlerzombies die Weltvernunft auch bremsen wollen. Diese Ungevögelten aller Länder leben von der Würde, die durch die bolschewistischen Heroen in die Welt und aufs Papier gesetzt wurden, mit ihr in einer netten Symbiose. Sie selbst können mit ihrer Arbeit1 nichts mehr anfangen, aber immerhin kann ich es: Die Klassik des Marxismus ist nun jederzeit griffbereit und praktisch für Leerlauf im Betrieb oder Schreckens-Fahrtzeiten des Öffentlichenpersonennahverkehrs nur einen Fingerwisch entfernt auf Smartphone, Tablet, Ultrabook oder Sonstiggerät digitalisiert zu rezipieren. So kann sich zumindest keiner mehr rausreden, dass er/sie/es sich die MEW und LW nicht leisten könne2 oder die Werke nicht allzeit zur Hand hätte.

Also: Lasst 1000 Geräte aufleuchten!

  1. Schade, dass die Werke nur eingescannt sind. Abgetippt wären sie noch besser. Aber dafür werden sich auch noch Idioten finden lassen. [zurück]
  2. Er hat natürlich nun unrecht, aber nicht absolut: “Eine halbwegs komplette Kenntnis des Marxismus kostet heut, wie mir ein Kollege versichert hat, zwanzigtausend bis fünfundzwanzigtausend Goldmark und das ist dann ohne die Schikanen. Darunter kriegen Sie nichts Richtiges, höchstens so einen minderwertigen Marxismus ohne Hegel oder einen, wo der Ricardo fehlt usw. Mein Kollege rechnet übrigens nur die Kosten für die Bücher, die Hochschulgebühren und die Arbeitsstunden und nicht was Ihnen entgeht durch Schwierigkeiten in Ihrer Karriere oder gelegentliche Inhaftierung, und er läßt weg, daß die Leistungen in bürgerlichen Berufen bedenklich sinken nach einer gründlichen Marxlektüre; in bestimmten Fächern wie Geschichte oder Philosophie werdens nie wieder wirklich gut sein, wenns den Marx durchgegangen sind.” Bertolt Brecht, Flüchtlingsgespräche (1940/42) [zurück]